Foto: Mirko Thüring

RANA 25

MITTEILUNG FÜR
FELDHERPETOLOGIE
UND ICHTHYOFAUNISTIK

DIE RANA

Das Mitteilungsblatt RANA informiert seit 1983 über Biologie, Ökologie und Schutz von einheimischen Amphibien und Reptilien sowie von Wildfischen. Sie soll insbesondere ehrenamtlich tätigen Personen Fachwissen und Erfahrungen für die praktische Arbeit vermitteln. Herausgegeben wird sie vom NABU Bundesfachausschuss für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, von den NABU Landesfachausschüssen für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik Brandenburg und Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, vom Arbeitskreis Herpetofauna in der Faunistisch-Ökologischen Arbeitsgemeinschaft e.V. (FÖAG) in Schleswig-Holstein, vom Amphibien- und Reptilienschutz in Thüringen (ART) e. V., vom Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen sowie von der Arbeitsgruppe Amphibien/Reptilien-Biotop-Schutz e. V. (ABS) in Baden-Württemberg.

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Wiesenpflege und Artenvielfalt

Sollen bestimmte Tierarten oder Artengruppen geschützt oder aber ein Wiesentyp stabilisiert werden? Die Autoren erklären, warum ein angepasstes Pflegeregime der bessere Weg ist. // Foto: J. Meißner
Natur und Kunst

Die Dame mit dem Hermelin hält ein Frettchen

Warum das Tier auf dem Gemälde von Leonardo da Vinci kein Hermelin sein kann, erklärt die Kunsthistorikerin Iris Fleckenstein-Seifert. // Quelle: Czartoryski-Museum, Krakau
Portrait

Ein großes Herz …

… für heimische Bäume hat Manfred Dumke. Wo ein Baum fehlt, erkennt er sofort. Im Laufe seines Lebens hat Manfred Dumke dort Bäume gepflanzt, gegossen und gepflegt. // Foto: A. v. Fournier



Aktuelle Beiträge aus der RANa 25

Management des Nordamerikanischen Ochsenfrosches (Lithobates catesbeianus): Weiterentwicklung und Evaluation von Fallen und Klangattrappen

Sarai Wengerter, Celestine Kumlehn, Tobias Wirsing & Andreas Martens

Zusammenfassung

Der im mittleren und östlichen Nordamerika heimische Nordamerikanische Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus) wurde weltweit in viele Länder eingeführt. Nach bisherigem Kenntnisstand wird davon ausgegangen, dass das Vorkommen des Ochsenfroschs mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die heimische Fauna verbunden ist. Bisher gibt es jedoch wenige effektive und effiziente Methoden zur Bestandsregulation. Seit 2016 wird er auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung (Unionsliste) geführt. In der Oberrheinaue nördlich von Karlsruhe befindet sich ein etabliertes Vorkommen. Mit den bisher eingesetzten Mitteln und Methoden scheint lediglich die weitere Ausbreitung stark verlangsamt zu werden, eine Entfernung aus den besiedelten Gewässern scheint nicht zu gelingen. Im Rahmen einer 2021 durchgeführten Masterarbeit wurde in 50 Nächten der Einsatz von Reusenfallen mit Klangattrappen evaluiert. Zum Einsatz kamen zwei zum Teil modifizierte, bereits in der Literatur als vielversprechend bewertete Fallentypen sowie eine handelsübliche Krebsreuse. Dabei wurde deren Wirksamkeit sowohl zur quantitativen Entnahme als auch zur Entnahme von konkreten Einzeltieren getestet. Als Lockmittel dienten Klangattrappen mit verschiedenen Schalldruckpegeln und Audio-Setups. Die Fallen – ebenso wie die Lockmittel – wurden im Laufe der Untersuchung verändert. Eine messbare Lockwirkung der Klangattrappe war vorhanden, die verschiedenen Schalldrucklevel und Audio-Setups zeigten in ihrer Lockwirkung jedoch keinen merklichen Unterschied. Auch konnten keine Ochsenfrösche gezielt mit einer Klangattrappe landeinwärts vom Ufer weggelockt werden. Insgesamt sind 14 subadulte und adulte Individuen entnommen worden, was – gemessen an der großen Anzahl an Fallenexpositionen – zu der Bewertung führt, dass kein effektiver und effizienter Einsatz dieser Systeme möglich ist.

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